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Spiegel des Universums

Ein ortsbezogenes Straßenspiel aus Phrasengenerierung, Geolokation, öffentlicher Evidenz und rituellen Artefakten.

Spiegel des Universums

Spiegel des Universums verwandelt ein seltsames Straßenritual in eine funktionierende Webanwendung. Spielende erhalten eine generierte Phrase und einen Ort in ihrer Stadt, gehen dorthin, dokumentieren, was sie finden, und reichen das Ergebnis in ein öffentliches Ritualarchiv ein.

Das Projekt sollte zugleich atmosphärisch und authored wirken, musste sich aber auch wie ein echtes Produkt verhalten. Phrasengenerator, Kartenlogik, Uploads, Member-Gating, öffentliche Evidenz und downloadbare Artefakte mussten als ein System funktionieren.

Wo es kippte

Die erste Version kam nicht voran, weil das Projekt nur aus Drift, Fragmenten und Gesprächsmaterial bestand. Der Durchbruch kam, als die Arbeit in eine begrenzte Spezifikation gezwungen wurde, die klar zwischen bereits Entschiedenem und noch Offenem trennte.

Genau diese Handoff-Logik wurde zur Architektur. Sobald die Grenzen explizit waren, ging der Build schnell: Custom-Ghost-Theme, Geolokationsregeln, n8n-Orchestrierung, Submission-Flow, Galerielogik und rituelle Downloads.

Was ausgeliefert wurde

Das fertige System verbindet eine Ghost-Site, eine ortsbasierte Missionsmechanik, einen member-gated Einreichungsweg, ein öffentliches Pinboard und downloadbare Ritualobjekte. Die Website ist keine Landingpage über die Idee. Sie ist die Idee, als Produkt gebaut.

Darum ist das Projekt als Fallstudie interessant. Es zeigt, dass ungewöhnliche, poetische Briefings noch stärker von sauberer Architektur profitieren als geradlinige. Erst als die Struktur lesbar wurde, wurde das System spielbar, erklärbar und wartbar.